AVDK von 1829

Die Gesellschaft im Überblick

Günther Pagalies

Karneval war sein Leben

Günther Pagalies, langjähriger Präsident des Comitee Düsseldorfer Carneval, verstarb am 11.08.2004 nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 64 Jahren.

Die Düsseldorfer Karnevalisten trauern mit seiner Frau Dagmar und seinen Kindern um einen engagierten Menschen, der sich dem Winterbrauchtum mit Herz und Seele verschrieben hatte.

Der Düsseldorfer Karneval hat Günther Pagalies viel zu verdanken. Mehr als 30 Jahre drehte sich seine Freizeit um den Karneval, wobei die letzten Jahre als Präsident des CC mehr Fulltime-Job als ausgefüllte Freizeit waren.

Mit schier unendlicher Energie und immer neuen Ideen meisterte er jede Session. In Jürgen Rieck hatte er einen Geschäftsführer an seiner Seite, der mit preußischer Gründlichkeit seine rheinische Kreativität aufgriff, manchmal in geordnete Bahnen lenkte und umsetzte. Dieses erfolgreiche Gespann hat das CC aus einer - nicht nur finanziellen - tiefen Krise herausgeführt und den Düsseldorfer Karneval wieder attraktiv gemacht.

Seine Wahl zum Ehrenpräsidenten des CC nach seinem krankheitsbedingten Rücktritt als Präsident war die konsequente Würdigung seiner großen Verdienste. Er hat diese Ehrung leider nicht mehr wahrnehmen können.

Günther Pagalies feierte gerne, er ließ kaum eine Veranstaltung des AVdK aus und war ein gern gesehener Gast. Wir erinnern uns alle besonders gerne an ihn in fröhlicher Runde. Er war ein guter und witziger Erzähler. Die offiziellen "Ablese-Reden" waren weniger sein Ding, er brauchte "Redefreiheit"!

Er hat den Düsseldorfer Karneval auch nach außen würdig vertreten. Und es war nicht nur die Liebe zur Klassik, die ihn einmal als Göttervater Zeus die Fernsehsitzung leiten ließ - er fühlte sich auch als absoluter "Chef im Ring" der Düsseldorfer Narren. Natürlich führte das hin und wieder zu Wiederspruch. Dennoch die Vereine verehrten ihn. Davon zeugen allein die Ehrentitel in über 20 Vereinen.

Der AVdK wählte Günther Pagalies 1991 zu seinem Ehrensenator.

Wir verabschieden uns von ihm mit einem "von Häzze kommenden" Helau.