AVDK von 1829

Geschichte der ältesten Karnevalsgesellschaft Düsseldorfs

1829

Das Gründungsjahr des AVDK

Einzug Napoleons

am 3.11.1811 in Düsseldorf. Steindruck nach einer zeitgenössischen Lithographie von Petersen. Quelle:Stadtarchiv

1829 Nach der Niederlage Napoleons 1813/15 und der Neuverteilung der Länder auf dem Wiener Kongress nahm am 5. April 1815 der preussische König Friedrich Wilhelm III. die Rheinlande in Besitz. Düsseldorf war nun nicht mehr Residenzstadt, sondern nur noch Hauptstadt eines Regierungsbezirks. Mit ca. 20.000 Einwohnern bildete die Stadt nicht einmal einen eigenen Stadtkreis, sondern gehörte bis 1872 zum Landkreis Düsseldorf. Düsseldorf war in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine Landstadt, die erst wieder einen gewissen Aufschwung erlebte, als sie 1820 eine Garnison erhielt. Als Kommandeur kam Prinz Friedrich von Preussen nach Düsseldorf, der im Schloss Jägerhof Wohnung nahm und der Stadt wenigstens im Kleinen wieder einen Residenzcharakter verlieh. Hinzu kam, dass seit 1819 die kurfürstliche Kunstakademie als Königlich Preussische Kunstakademie weitergeführt wurde und unter den Direktoren Peter Cornelius (+ 1867) und ab 1826 Wilhelm von Schadow (+ 1862) einen bedeutenden Aufschwung nahm. Auch wurde Düsseldorf zum Tagungsort des neugeschaffenen Provinziallandtags der Rheinprovinz bestimmt.

In diesem Umfeld hatten einige Bürger der Stadt Düsseldorf, damals wie erwähnt gerade mal 28000 Einwohner, nichts besseres zu tun, als einen Karnevalsverein zu gründen. 1826 schlossen sich "capabele Bürger" zu einer losen Vereinigung zusammen. Doch zwei Jahre später wollten Behörden den Karneval in Düsseldorf unterdrücken. Daraufhin schloss sich die Vereinigung enger zusammen. Sie traf sich am 8. Februar 1829, um 4 Uhr im Saale des Hofgartenhauses zur Generalversammlung. Es war letztendlich die Gründungsversammlung, und man gab sich den Namen "Carnevalsverein pro 1829", abgekürzt "pro." Der AVDK war gegründet, wenn auch noch unter anderem Namen.

Doch er hatte schon einen Präsidenten: den Regierungsreferendar Leo Schumacher. "Zielbewusst, geistreich und humorvoll übernahm er die Leitung der Sitzungen, Maskenbälle, Kappenfahrten und Faschingszüge", heißt es in einer früheren Chronik. Zu den Sitzungen waren übrigens nur Herren zugelassen.