AVDK von 1829

Geschichte der ältesten Karnevalsgesellschaft Düsseldorfs

1846

Ehrenurkunde von 1846

mit Zensurvermerken

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts machte sich der AVDK zum Sprachrohr liberaler Einstellungen. Zu einer Zeit, als Düsseldorf von Preussen regiert wurde. Er ernannte Ehrenmitglieder und stellte hierüber ein Diplom in Form einer Urkunde aus. Dahinter muß ein starkes Selbstbewußtsein in einer undemokratischen Zeit und ein nach Meinungsfreiheit und Mitbestimmungsrecht strebendes Bürgertum gesehen werden.

Ab 1840 arbeiteten unter anderem die Düsseldorfer Künstler verstärkt im Karneval mit, so daß die Urkunden zur Ernennung von Ehrenmitgliedern kunstvoll gestaltet und verziert waren. Der Text der Diplome handelte vom Sinn des Karnevals.

„[...] unser Carneval soll so bunt sein, wie das Leben selbst, er soll alle Stände, alle Classen unter der Kappe vereinigen und einen Reichthum, eine Fülle der Ideen, ein geistiges Leben entwickeln, dessen sich alle freuen sollen, die nur etwas Phantasie besitzen und – Verstand.“

Auf diese Weise wurde unter anderem auch Ernst Moritz Arndt zum Ehrenmitglied ernannt.

Der Preußische Innenminister fordert 1847 erneut die Auflösung des obigen Vereins, weil er "Narrendiplome" an ausgesuchte Persönlichkeiten verschickte, die sich nicht "staatstreu" verhielten. Der Innenminister wies den Regierungspräsidenten ausdrücklich an, die Personen des Vorstandes ausführlich auf ihre Staatstreue hin zu überprüfen.

( Quelle: Bezirksregierung Düsseldorf – www.brd.nrw.de )